JBL AutoFood Futterautomat Test

Technik

Bei der Aufzucht von Jungtieren, oder während längerer Abwesenheit sind Futterautomaten nahezu unverzichtbare Hilfsmittel. JBL stellte mit dem AutoFood vor einigen Wochen ein neues Modell vor das wir uns genauer ansehen.

Auch wenn ein umfassender Vergleich noch aussteht, bisher konnte uns kein Futterautomat so recht überzeugen. Futterautomaten scheinen bei den meisten Herstellern ein etwas lieblos gepflegtes Hobby zu sein. Kombiniert mit dem Preisdruck dem die Geräte unterworfen sind, landen häufig Produkte auf dem Markt, die unausgereift, umständlich, qualitativ unzureichend, oder all dies zusammen sind.

JBLs Produktvorstellung war gerade aus diesen Gründen vielversprechend.

Lieferumfang, technische Daten & Erster Eindruck

Geliefert wird alles was zur direkten Inbetriebnahme des Automaten erforderlich ist. Das Gerät selbst, 2 verschiedene Halterungen, sowie Batterien. Die Verpackung ist schlicht, der erste Eindruck positiv.

Der Inhalt der Automatenkammer beträgt 125ml und lässt sich durch das direkte Aufschrauben einer Futterdose auf insgesamt 375ml erweitern. Durch die Stromversorgung über Batterien ist das Gerät netzunabhängig.

JBL AutoFood - AQUACHARTS Aquaristik Magazin

Aufbau & Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach. Nach dem Einlegen der Batterien, werden Uhrzeit und Fütterungszeiten programmiert.

Über die mitgelieferten Halterungen und das Drehgelenk lässt sich das Gerät recht flexibel und sicher an Aquarien montieren. Das (nicht grafische) Display informiert effizient über den Zustand des Automaten (Ladezustand der Batterien, Uhrzeit, Intervalle, Futtermengen usw.) und ist ein große Hilfe bei der Bedienung.

Der AutoFood hat einen Belüftungsanschluss am Motorgehäuse über den das Futter in der Kammer vor Feuchtigkeit geschützt wird.

Die Förderung des Futters geht ganz klassisch über eine Schneckenförderung von statten. Das Getriebe des Motors ist dabei recht laut.

Der Automat kann an maximal 4 Tageszeiten pro Tag füttern. Für jede Fütterung kann eine individuelle Menge eingestellt werden. Soll ein "Fütterungsslot" nicht belegt werden, wird die Uhrzeit einfach auf 00:00 Uhr gestellt und das Symbol verschwindet vom Display.

Soll eine Fütterung spontan ausbleiben, wird das Gerät einfach ausgeschaltet. Alle programmierten Fütterungen, sowie die Uhrzeit bleiben dabei erhalten. Soll eine Fütterung spontan (und einmalig) hinzukommen, kann dies direkt am Gerät - über die Taste für manuelle Fütterung - (in verschiedenen Mengen) eingestellt werden.

JBL AutoFood - AQUACHARTS Aquaristik Magazin

JBL AutoFood - AQUACHARTS Aquaristik Magazin

 

JBL AutoFood - AQUACHARTS Aquaristik Magazin

Kosten

Der JBL AutoFood kostet im Handel derzeit ca. 39 EUR.

Fazit

Mit dem AutoFood liefert JBL eine willkommene Alternative zu den bereits länger auf dem Markt erhältlichen Automaten anderer Hersteller. Insbesondere die große Futterkammer - die sich geschickt durch das einfache Aufsetzen einer Futterdose vergrößern lässt - aber auch die angenehm einfache Bedienung über das Display haben uns sehr gut gefallen. > Der Automat lässt sich durch die 4 Programmslots, die variable Menge an Futter und die manuelle Fütterung sehr flexibel einsetzen. Der einzige Punkt der uns negativ aufgefallen ist, ist die Ausführung der Bauteile in Kunststoff. Während das Material für den Automaten in Ordnung ist, so wirkt die Halterung nicht sonderlich stabil. Ob dies ein Problem im Dauereinsatz ist, wird sich zeigen.

Insgesamt liefert JBL mit dem AutoFood aber einen sehr durchdachten Futterautomaten, der mit aufgeschraubter Dose ein gewaltiges Volumen bereit hält. Die Bedienung ist einfach, das Display extrem hilfreich und die Befestigungsmöglichkeiten vielfältig. Für 39 EUR empfehlen wir den Automaten unbedingt weiter.