Pomacea Bridgesii

Tiere

Wer in einem bepflanzten Aquarium eine größere Schneckenart halten möchte, kommt an Pomacea Bridgesii kaum vorbei. Im Gegensatz zu anderen Arten, verfügen sie nicht über ausreichend harte Zähne um sich an gesunden Pflanzen zu ergreifen.

Einführung

Die Heimat der Tiere sind Süßgewässer in tropischen Klimazonen Amerikas, Afrikas und Asiens. Es handelt sich hierbei häufig um sumpfartige, stehende Gewässer die mitunter zum austrocknen neigen. Apfelschnecken verfügen daher sowohl über Lunge, als auch über Kiemen um dem Erstickungstod zu entgehen. Zum Atmen wird ein Schnorchel ähnlicher Rüssel aus dem Wasser gehalten.

Ernährung

Pomacea Bridgesii gehören auch deshalb zu den besonders beliebten Schnecken in der Aquaristik, weil sie sich im Gegensatz zu anderen Arten nicht von gesunden Pflanzen, sondern nur von abgestorbenen Blättern und Resten ernähren. Algen und Futterreste werden ebenso gerne genommen. Futtertabletten die auf den Bodengrund sinken, werden mitunter sogar so stark in Beschlag genommen, das kleinere Fische und andere Futterkonkurrenten nicht mehr zum Zug kommen. Ausgewachsene Tiere können darüber hinaus auch mit weichem Gemüse ernährt werden.

Jungtiere sollten nicht zu nährstoffreich gefüttert werden, da das daraus resultierende (zu) schnelle Wachstum häufig mit Rissen am Gehäuse einhergeht.

Haltung

Die Haltung der Tiere ist recht einfach. Sie vertragen Temperaturen zwischen 22°C und 30°C und lassen sich mit fast allen anderen Schnecken und Garnelen vergesellschaften. > Bei der Vergesellschaftung mit Fischen ist Vorsicht geboten. Hier eignen sich nur kleine und friedliche Arten. Die filigranen Fühler der Schnecken werden von fast allen Fischen angegangen. Bisse ins Atemrohr gehören zu den sehr gefährlichen Verletzungen. Werden die Tiere über einen längeren Zeitraum bedrängt ohne Rückzugsmöglichkeiten zu finden, ziehen sie sich in ihr Gehäuse zurück und verhungern.

An die Wasserhärte werden Anforderungen gestellt, da Apfelschnecken das Kalk im Wasser zur Regenerierung ihres Gehäuses benötigen. Weiches Wasser kann leicht durch Kalksteine oder Kalkpulver "gehärtet" werden. Von dieser Mindestanforderung abgesehen sollte Schwankungen vermieden werden. Schnecken die in relativ weichem Wasser aufgewachsen sind, sollten nicht in zu hartes Wasser umgesetzt werden. Das daraus entstehende dickere Gehäuse schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Gehäuse von Schnecken die (im umgekehrten Fall) in hartem Wasser aufgewachsen sind, würden in weicherem Wassern korrodieren.

Da Apfelschecken sowohl unter, als auch über Wasser atmen können, sollte das Aquarium verschlossen werden um dem entkommen der Tiere entgegen zu wirken. Spätestens zur Eiablage wird das Wasser definitiv verlassen.

Zucht & Fortpflanzung

Geschlechter der Pomacea Bridgesii lassen sich rein äußerlich kaum zu unterscheiden. Die Weibchen sind zwar meist etwas kleiner als die Männchen, für eine zuverlässige Unterscheidung genügt dieses Kriterium aber nicht.

Nach der Befruchtung kann das Weibchen Samen speichern und so über einen kurzen Zeitraum hinweg mehrere Gelege produzieren. Diese bestehen aus 70-200 orangefarbenen Eiern und werden oberhalb der Wasseroberfläche an die Aquarienscheibe oder -abdeckung geheftet. Diese "Eiertraube" lässt sich leicht entfernen, wenn keine Fortpflanzung gewünscht ist.

Die weitere Entwicklung des Geleges ist stark abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Je wärmer und feuchter, desto schneller findet die Entwicklung statt. Kurz bevor die Jungtiere schlüpfen, wird das Gelege hellgrau bis weiß, trocken und rissig.

Verbot

Seit dem 01.01.2013 ist die Einfuhr, sowie der Handel aller Arten der Gattung Pomacea in der EU verboten: Offizielles Dokument